Guck mal, ne: Ich wollte mit THE HYBRID PENGUIN ein neues Projekt starten.
Hab dafür diese Seite hier, auf der du diese Zeilen liest, und wollte einen Instagram-Kanal haben, auf dem ich immer mal wieder etwas poste, das dich aber dann letztendlich auch hier auf die Seite bringt.
Kann ja eigentlich nicht so schwer sein.
Sport mache ich eh, den kann man bestimmt filmen.
Vor der ein oder anderen Kamera stand ich auch schon mal, also werde ich das auch hinbekommen, da immer mal wieder auch meine Fresse in die Linse zu halten, um was zu erzählen.
Von der Theorie her auch gar nicht so falsch.
Nur ein Faktor fehlt: Mentale Verfassung
Und das reicht von „Ich fühl mich nicht danach, in die Kamera zu reden“, über „Alter, das Training war so anstrengend, ich kann nicht sprechen und bin froh, dass ich mein Leben habe“ bis hin zu „Ich hasse Menschen, lass mich in Ruhe, ich will nur ins Bett“ und allem dazwischen, davor und danach.
Und mal unter uns: Neben diesen Punkten gibt es davor, dazwischen und danach UNFASSBAR viele Faktoren, die mich dazu bringen, einfach keinen Bock zu haben, mein Gesicht in die Kamera zu halten oder mir ein gutes Bild zu überlegen, um es zu posten.
Selbst wenn es nur der Klassiker „Scheiße, vergessen“ ist, gibt es am Ende keinen Content, den man auf Plattformen veröffentlichen könnte, die Visuals benötigen.
Wie zum Fuck hab ich dann also vor, in der nächsten Zeit WHOOP-Partner zu werden? Wie soll jemand das hier überhaupt lesen, wenn ich es nirgendwo poste(n kann)?
Diverse Probleme: Eine Idee
Ich muss für die Antwort ein bisschen ausholen.
Ich hab ja nicht nur einen Podcast, der irgendwann wie Homer Simpson in die Hecke verschwunden ist, ich habe gleich drei Podcasts, die nach und nach langsam ausgelaufen sind.
Seien es privat/berufliche Gründe, kein richtiger roter Faden oder einfach zu viel Aufwand.
Gleiche Story wie hier bei der Social-Media-Sache: Es gibt immer zu viele Hürden, die man überwinden muss.
Und es ist halt einfach eine ähnliche Geschichte, ne: Mein aktuellster Podcast befindet sich im Winterschlaf, weil es scheiß viel Aufwand ist, einen Podcast aufzunehmen.
Von dem Schnitt hinterher mal ganz abgesehen. Heute muss jeder und seine Mutter einen Video-Podcast haben.
Das bedeutet, man braucht nicht nur Zeit, Bock und ein Thema.
Neben natürlich dem Podcast-Partner, wenn man einen hat, und einem Gast, wenn man welche will.
Man muss auch noch dafür sorgen, dass der ganze Mist aufgenommen wird, während man redet, damit man am Ende möglichst viele Ausschnitte für Social Media generieren und einen tollen Video-Podcast hochladen kann, der immer das Gesicht vom aktuellen Sprecher zeigt und auch sonst ganz toll ist.
Ziemlich. Viele. Hürden.
Klar. In Zeiten von KI geht das alles besser und leichter.
Und trotzdem: Ich hab Tage, da reicht die kleinste Hürde – und wenn sie nur so klein ist, dass sie nicht mal auffallen würde – HÜRDE BLEIBT HÜRDE, bleibt Grund, es „heute nicht zu machen“.
Aber sind wir mal ehrlich: Videos haben, damit man später kurze Clips auf Social Media posten kann, damit die Leute überhaupt wissen, dass man existiert, ist ja ganz geil …
Aber ein scheiß dreistündiger Video-Podcast, in dem man immer wieder über Dinge redet, die man nur versteht, wenn man den PODCAST … GUCKT?!
Irgendwie nicht das, was ein Podcast sein sollte, oder?
Zumindest rede ich mir das ein.
Und wir reden uns das bei LTSS auch einfach ein.
Um eine Ausrede zu haben, warum wir keine neue Folge mehr liefern.
Und um vielleicht einen Defibrillator zu haben, der das ganze Projekt nochmal zurück unter die Lebenden holt …
Genug von gescheiterten Podcast-Projekten.
Es soll aber nicht um LTSS gehen.
Es soll weiterhin um THP gehen.
(Falls jemand eine schweinische Bedeutung von THP kennt … TOTALLY HUGE PENIS oder so … aber halt in „geläufig“, dann sagt bitte Bescheid. Ansonsten würd ich das immer mal wieder nehmen, weil THE HYBRID PENGUIN einfach fucking viele Buchstaben sind zum Tippen. Kein Plan, wer sich das ausgedacht hat. LOL)
Trotzdem gibt es einen Grund, aus dem ich weiter ausgeholt habe als Christian Streich:
Die Frage von oben: Wie krieg ich Menschen hier auf diese Seite, ohne dass ich meine Fresse in die Kamera halten muss?
Mir wurde damals in der Uni schon ans Herz gelegt, dass ich weniger so schreiben sollte, wie ich spreche, weil dies anstrengend sein könnte.
(Hab Journalismus studiert … mach daraus, was auch immer du meinst …)
Im Nachhinein gut, dass ich mir diesen Rat nie wirklich zu Herzen genommen habe.
Deswegen bin ich der Meinung:
Das, was ich hier schreibe, kann ich ja eigentlich auch gut „vorlesen“.
Und dann hast du das Beste aus zwei Welten: Du kannst es lesen, könntest es aber auch hören.
Falls du mit meiner Stimme klarkommst …
Und dann könnte Spotify/YouTube/Apple Podcasts quasi meine Social-Media-Plattform sein, die das Ganze hier versucht, unter die Leute zu bringen.
Ein Blog als Audio-Podcast. Unfassbar innovativ – ich weiß.
Unfassbar gegen den Strom – ich weiß.
Aber auch irgendwie für mich eine Möglichkeit, weiterzumachen.
Am Ende kann ich immer irgendein Video erstellen, welches ich dann auf Instagram oder so hochladen kann, mit dem Link zu dem Podcast oder so was.
Ich weiß es noch nicht.
Aber das fühlt sich wie eine gute Idee an.
Das fühlt sich an wie etwas, das ich tatsächlich regelmäßig machen könnte und würde.
Und wo es von dort aus hingeht, werden wir sehen.
Mach ich halt einen Triathlon aus: Sport machen, schreiben und gegen den Strom schwimmen.
Mal wieder das Audio zurück in den Podcast bringen und das Bloggen wieder auf die Landkarte packen.
Was bringt es schon, wenn man das Gleiche macht wie alle anderen?
Scheiß auf:
DO HARD SHIT
DO MORE
HUSTLE
Und mal mehr Fokus auf: DO SHIT THAT YOU CAN ACTUALLY DO legen.
In diesem Sinne: Ab jetzt werdet ihr mich dann vielleicht sogar hören können.
Hatte eh schon die Idee, mich mit meiner Freundin GPTina zu unterhalten, damit ich einen Gesprächspartner habe, der immer Zeit und nie eine Ausrede hat.
Bis ich die nächste Ausrede finde und mich wieder entschuldige, warum auch diese Idee im Sande verlaufen ist, verbleibe ich wie jede Standard-Mail-Signatur:
Mit freundlichen Grüßen
und voller Hoffnung, dass ich es mal schaffe, etwas kontinuierlich zu machen, damit es endlich mal was wird mit meiner WHOOP-Partnerschaft.
Wäre auch mal was Neues für die, oder? Ein Blogger, der seine eigenen Texte vorliest … who knows.


