Okay es ist soweit. Heute morgen bin ich auf YouTube gewesen und war erst extrem begeistert:
Mir wurden endlich wieder viele Videos angezeigt, die mich interessieren würden – vom Thumbnail und Titel her.
Ziemlich schnell habe ich dann jedoch während ich meine Watchlist befüllt habe gemerkt, dass ich die Titel irgendwie schon kenne.

Habe dann festgestellt, dass sich mein YouTube-Account geändert hat, mit dem ich angemeldet bin, weil ich ja letztens noch überlegt habe, ob ich nicht für dieses Projekt hier einen neuen YouTube Account brauche, oder einen alten nutze.
Und auch hier muss ich wohl mit etwas Abstand meine eigenen Worte fressen.
Es ging bei mir in der letzten Zeit ganz schnell von: Ich brauch einen neuen YouTube Kanal – hin zu:
Ich denke nicht, dass ich konstant, wenn überhaupt, Bewegtbild produzieren werde, kann und möchte und darum will ich irgendwie mal gegen den Strom schwimmen!

Keine Teaser, wenig Social Media

Ist wahrscheinlich krank gegen alles, was einem jeder Guru für Reichweite erzählt, aber ich werde mich gegen „Die 10 besten Tipps, um Reichweite zu generieren“ entscheiden und wieder klassisch einen Blog führen. Schreiben kann ich eigentlich immer.

Egal, ob man sich danach fühlt oder nicht. Und das Ganze werde ich dann mit einem Podcast begleiten, der kommt, wenn er eben kommt.
Alles mit dem Anspruch, es einfach mal durchzuziehen.
Ich glaub nämlich (stand jetzt: Juni 2025) dass Dinge „durchziehen“ eher zum Erfolg führt als ne riesige Reichweite. Auch wenn die natürlich nicht schaden würde, aber da arbeiten wir dran.

Stell dir mal vor, ich wäre 2011 dran geblieben mit dem YouTube Kram. Dann hätten wir nun nicht nur Videos in denen ich (natürlich strategisch) bekannte Personen beim falschen Namen nenne, sondern es hätte sich zu etwas Gutem entwickeln können.

Wenn man überlegt, dass ich damals um die gleiche Zeit mit AlexiBexi zusammengearbeitet und in der Zeit danach mal für ReZo Dinge erledigt habe, dann unterscheidet mich ja von deren Erfolg NUUUUUR, dass die beiden weiter gemacht haben und ich ausgestiegen bin.

(Neben vielen Anderen Faktoren, wie Talent und so unwichtigen Dingen, aber bleiben wir mal dabei, dass ich auch cool wäre, wenn ich mal Dinge durchziehen würde)

Ich werde hier mit dem HYBRID PENGUIN also etwas aufbauen, dass ich auch beibehalten kann (hoffentlich). Einen Blog und einen Podcast. Keine Videos, die ich irgendwann nicht mehr machen kann/will. Keinen Zwang diverse Teaser und Schnipsel auf Social Media hochzuladen, kein Videopodcast und keinen (selbst auferlegten) Zwang irgendwie aus allem Content zu generieren.

Ideen für Dinge, über die ich schreiben oder reden kann habe ich oft. Das werd ich dann online bringen und entweder das Internet ist irgendwann genau so genervt und gelangweilt von der aktuellen Lage wie ich und besinnt sich zurück zum guten alten „Mittelding“ Content Format, oder halt nicht. Ich will das machen, was ich liefern kann und da dann mal dranbleiben. Wir werden ja sehen, wie und ob es etwas wird. Hab ja nichts verloren falls nicht.

Was nervt und was genau ist ein „Mittelding Content Format“?

Aktuell nervt mich, dass mein YouTube leer ist. Also nicht zwangsläufig, weil ich alles gesehen habe, was mich interessiert. Eher weil jeder jetzt sein perfekt optimiertes Setup stehen hat bei dem er sich dann nur noch hinsetzen und auf Aufnahme drücken muss.

Jeder und seine Mutter bringt jetzt tagesaktuellen Longform Content zu Themen aller Art raus. Und ich fühl mich wieder in meine Zeit beim Fernseh zurück versetzt:

Schnell vor schön.

Wobei der Content visuell in den meisten Fällen natürlich schön ist, aber der Inhalt ist nichtssagend und langweilig. Was damals bei der tagesaktuellen Berichterstattung wichtig war:
Dass man lieber mit dem iPhone von Dingen Berichtet die aktuell geschehen bevor man drauf wartet, dass das Kamerateam mit den großen Kameras eingetroffen ist – is heute, dass man schnell über aktuelle Themen berichtet in Videos die genau so lang sind, dass man auch ja drei YouTube Ads da drin kriegt, aber ohne wirklich was zu sagen.
Und das nervt. Überall nur KI generierte „Recherche-Videos“ ohne Mehrwert, oder 8-Minütige+ „Talking Head“ Stücke in einem perfekten Setup mit Infos, die man auch in 30 Sekunden sagen könnte, dann würde man jedoch die Mid-Roll Anzeigen verlieren und wo wäre dann da die Kohle?!

Daran is ja auch absolut nichts falsch. Ich beneide ja auch ein wenig all die, die nicht nur dabei geblieben sind, sondern auch ein Setup und Workflow haben in dem sie in kürzester Zeit gut aussehenden Content generieren, posten und monetarisieren können. Aber irgendwie ist das nichts für mich.

Ich glaub ich war schon immer und werde es auch bleiben: Ein Schreiberling.

Vielleicht ja noch jemand der viel zu ausschweifend immer das Gleiche erzählt, aber das war es dann auch.

Ich bin kein „Weekly YouTuber“.
Ich bin kein „Drei Stunden Video Podcast“.
Ich bin jemand der gerne schreibt.
Der gerne ließt und nebenbei viel zu viele Podcasts und Hörbücher HÖRT.
Ich GUCKE keine drei Stunden Podcasts.
Ich höre sie.

Und genau das soll es dann hier werden beim HYBRID PENGUIN.

Ein Blog mit viel zu langen Texten, aber auch mit einer Option, sich diese anzuhören und dazu dann auch noch die ein oder andere Sonderfolge, in der es mehr gibt. Vielleicht auch mal einen Gast Dinge halt, von denen ich behaupte, dass ich sie kann und auch durchziehen könnte.

Ich will wieder da hin, dass man kriegt, was man erwartet:
Auf einem Blog kann man lesen (ggf. auch noch „vorlesen lassen“) und einen Podcast kann man hören.

Ende der Geschichte. Keine Videos mehr, wo jemand in die Kamera redet. Videos nur, wenn es auch etwas mit „Mehrwert“ zu sehen gibt.

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